Donnerstag, 15. Dezember 2011

Beissen ohne Schmerz

Seit ich die zauberhafte Sensodyne benutze, habe ich keine Zahnschmerzen mehr. Echt. Die Werbung hat mich total und ganz überzeugt.

(Grübl, grübl - wann ich hatte ich das letzte Mal Zahnschmerzen? Vor 20 Jahren? Nein, vor 26 Jahren...)

Somit kann ich ganz berechtigt sagen: Auch wenn ich diese wundervolle Zahnpflegepaste Sensodyne benutze, habe ich trotzdem keine Zahnschmerzen.
Klingt schmerzfrei bissig - ist es auch!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Endlich Platz für dicke Kinder

Seit Monaten quälen mich die Berichte, wonach unsere lieben Kinder nicht nur immer älter, immer weniger gescheit, sondern auch immer mehr werden. Also eigentlich werden es ja nicht mehr Kinder – ihr Umfang wird nur immer mehr. Wir Erwachsenen kenne das ja auch und nennen es einfach „Übergewicht“.
Daher quält mich ganz ehrlich auch nicht der Umstand so sehr, dass der Nachwuchs immer dicker wird, sondern die Frage: Warum?
Eh’ klar, meinen die vielzähligen selbsternannten Ernährungsfachleute, das Fast Food mit McDonalds und Co. trägt eindeutig die Schuld.
Nun gut, mag sein, aber da es schon einmal sehr viele und noch Dickere bei uns und in fernöstlichen Ländern gegeben hat und McDonalds noch keine 300 Jahre alt ist, ziehe ich doch auch andere Möglichkeiten in Betracht.
Wie wär’s denn mit der einfachen Überlegung: es gibt immer weniger Kinder bei uns, die verbleibenden haben folglich mehr Platz für sich und können sich mehr ausbreiten?
Scheint Ihnen nicht plausibel? Wie erklären Sie sich denn dann das erwiesene West-Ost-Gefälle? Laut wissenschaftlichen Erhebungen sind die VorarlbergerInnen wesentlich schlanker als etwa die BurgenländerInnen oder die EingeborenInnen rund um St.Pröllten. Sehen Sie – hier ist die Erklärung völlig klar: in engen Gebirgstälern können sich nur ranke und schlanke Menschen schnell und friktionsfrei fortbewegen.
Im östlichen Flachland hingegen können die DickInnen problemlos durch die Gegend walzen. Und da soll die Gleichung nicht auf unsere Kids und Kidsinnen zutreffen?
Noch dazu, wo jetzt die Höchstzahlen in den Schulklassen gesenkt wurden, sodass die lieben Kleinen absolut genug Platz haben und nicht mehr aufs Gewicht achten müssen.
Daher habe ich auch gleich an ein Paradies für Kinder mit ausgeprägter Esslust gedacht, als ich von der my way-Volksschule in Hagenbrunn bei Wien (www.myway.at) las. Ihr cleverer Erfinder, der Familienforscher und Kinderexperte Erich Bruckberger, hat im Rahmen seines internationalen my way-Projekts für Mutter, Vater, Kind einen einmaligen Schulversuch gestartet. Eine Handvoll Jungschüler, betreut von  drei Lehrpersonen, lernt mit Freude zu lernen und gescheiter/geschickter zu werden.
Ein prächtiger Privat-Schulversuch. Denn eine prächtige Gelegenheit für so wenig Kinder auf viel Klassenzimmer-Platz sich auch prächtig gewichtig zu entwickeln. my way = Mc Donalds und zurück…
Nur leider hat dieser Erich Bruckberger das Wohl der Kinder so wohlig im Auge, dass er auf gesunde Ernährung schon in der 1. Klasse achtet und die schlanken Kleinen ihr Gewicht dank viel Bewegung halten.
Somit greift meine Begründung für die herzigen Dickerln in Hagenbrunn vielleicht nicht – aber sonst ist sie die Ausrede schlechthin…

Donnerstag, 25. November 2010

Vorweihnachtliches Zeltlager am Stephansplatz

Unglaublich! Mitten im Adventtrubel wird der Stephansplatz in Wien desaströs verunstaltet.
Wer die skurille Idee zu diesem Zeltlager hatte, gehört ja wohl schon abgestraft – aber wer den Skandal bewilligt hat, dem sollte wohl der Stuhl vor die Amtsstube gestellt werden.
Aber was sollen Worte, wenn Bilder so schön schrecklich wirken!





Ein Traum vom Schlosswunsch

In diesen Tagen ist es günstig, wenn man zwei Dinge vorrätig hat, falls es an der Wohnungstüre läutet: eine barsche Stimme und einen bitterbösen Blick.
Ringring – wer ist da? Der Schlosser. Irgendein Schlosser. Irgendein auch nicht, sondern der, der in diesen Tagen ganz zufälliger Weise im Haus zu tun hat.
Ohne auf Barsch und Bitterböse zu reagieren, äußert er munter seinen Schlosswunsch: Ein neues Schloss müsste sein, weil – dabei auf das Normtürschloss weisend – hier das Knacken ein Kinderspiel wäre…
Der gute Handwerksmann, offenbar auch als Erfüllung der geistigen Behindertenquote eingestellt, übersieht dabei völlig zwei bereits vorhandene Sicherheitsschlösser sowie eine Eisengitter mit ebensolcher Sicherheitseinrichtung.
Auch die Botschaft, dass ganz sicher kein weiteres Schloss der Wunsch ist, hält ihn vom Verkaufstraum nicht ab – wenigstens die Visitenkarte…
Grummel – wenn weder Barsch noch Bitterböse nutzen, dann gibt’s nur noch die Türe mit allen Schlössern geschlossen halten…

Nespresso-Kabseln noch wertvoller

Vielleicht ist tatsächlich nicht der Inhalt der beliebten Winzdosenbohnen wertvoller geworden - aber der Zeitaufwand, um sie zu ergattern, ist jedenfalls überaus luxuriös.
Genervt haben die lieblichen, freundlichen Damen im Kapselshop ja schon immer, wenn sie unbedingt ein Passwort im Computer abfragen wollten. Claro, Nespresso-Trinker sind auch Web-Affin.
Dann kam eine Clubkarte, die den Einkauf erleichtern sollte.
Doch just jetzt zur Weihnachtszeit dürfte Nestlé seine Behindertenquote aufgefüllt und als Folgeidee ein Service-Ticket eingeführt haben!
Für dieses Ticket muss man sich jetzt in der stärksten Einkaufszeit im Eingangsbereich anstellen, um dann endlich zu den noch immer lieblichen Verkausgehilfinnen vorgelassen zu werden. Denn aus unerfindlichen Gründen zählt nunmehr kein Passwort und keine Clubkarte mehr – es bedarf des Einmal-Tickets.
Danke. Da hab ich diesmal eben meinen Einkauf abgebrochen.