Samstag, 1. Dezember 2007

Blinde Piloten

Mit dem TV-Spot „Blinde Piloten“ gewann die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs bei den Global Awards, dem weltweit bedeutendsten Kreativwettbewerb im Bereich Healthcare Communications den Grand Global Award. Unter allen Siegern wurden die drei besten mit dem Grand Award ausgezeichnet, den sich ebenfalls die „Blinden Piloten“ holten. Der bereits mehrfach prämierte Spot wurde von AHA puttner red cell für die Hilfsgemeinschaft im Rahmen einer ungewöhnlichen Werbekampagne kreiert.

Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft, erläutert die Intention hinter der Kampagne „Wir sehen die Welt ein wenig anders“, in deren Rahmen der Spot produziert wurde: „Viele Menschen glauben ja, dass blind oder sehbeeinträchtigt zu sein bedeutet, dass man keinen Spaß mehr am Leben haben kann. Doch genau das will die Hilfsgemeinschaft aufzeigen: Sehbehinderte und blinde Menschen können und sollen ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen.“

Der provokante Spot verfolgt das Ziel, die Menschen im positiven Sinn wachzurütteln und auf das Thema aufmerksam zu machen. Dabei geht es um einen Wechsel der Perspektive: Im Vordergrund stehen nicht etwa traurige Kinderaugen oder der übliche Betroffenheitskitsch, sondern die witzige und selbstironische Kommunikation der Botschaft, die Welt ein wenig anders zu sehen. AHA puttner entwickelte nicht nur den TV-Spot, sondern auch die Kampagnen-Website und Sujets für Print-Anzeigen, Citylight und Infoscreen, die durch die Inszenierung von Blindenwitzen den Slogan „Wir sehen die Welt ein wenig anders“ entsprechend emotionalisieren.

Die mutige Entscheidung für diesen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Blindheit hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Britta Wagner, mitverantwortlich für diese Werbekampagne der Hilfsgemeinschaft, freut sich über das positive Feedback und die mehrfache Prämierung des TV-Spots „Blinde Piloten“: „Schon die ersten Reaktionen aus der Werbewirtschaft waren äußerst ermutigend. Als wir beim Comprix Award Gold gewannen, war die Freude groß. Dann kamen noch der Spotlight-Wettbewerb mit Bronze, der Epica Award mit Silber, der Eintrag ins deutsche Jahrbuch der Werbung und jetzt der internationale Grand Global Award als Krönung.“ Die Hilfsgemeinschaft will mit ihrer provokanten Linie vor allem jüngere Menschen ansprechen. „Sie sind die Entscheidungsträger der Zukunft, die bei der Ausübung ihres Berufes bewusst auf die Bedürfnisse behinderter Personen Rücksicht nehmen werden: als Stadtplaner, Architekten, Ingenieure, als Entscheidungsträger in öffentlichen und privaten Institutionen, im Handel oder im Tourismus, als Mediziner und Therapeuten“, zeigt sich Wagner überzeugt.

Den TV-Spot „Blinde Piloten“ sehen Sie jetzt

Donnerstag, 1. November 2007

Gesunde Meldungen auf RADIO 7 gw

Offensichtlich geht vor unseren Fenstern bereits in Erfüllung, was ich mir für Sie ausgedacht habe: Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen 1. November-Tag.
Ich kann Ihnen auch diesbezüglich gleich sagen, wo ich an diesem Allerheiligen-Feiertag sicher nicht bin: am Friedhof. Dieser Ort ist auch sonst für mich noch nicht wirklich passend – heute allerdings absolut ein Tabu. Denn ersten Meldungen zufolge, herrscht an diesem Platz der Besinnung und Ruhe heute – Schönwetter! – absolute Ablenkung und totale Unruhe.
Selbst die rüstigsten Toten verlassen heute ihre Gruft nicht. Aus Angst, bei ihrer Rückkehr könnte ihr letztes Ruheplätzchen bereits von einem der umtriebigen Besucher eingenommen worden sein.
Statt daher am Totengedenkevent teilzuhaben, werden ich etwas Nützliches für SIE unternehmen: Wir bereiten sehr sorgfältig den Start von RADIO 7 gw. vor.
Beginn ist ja am kommenden Montag (5. November 2007!) um 13 Uhr. Und es erwarten Sie fünf Minuten mit gesunden Meldungen, Wohlfühl-Hinweisen und dem Tagestipp von Prof. Bankhofer.
Meine freundlliche Bitte daher an Sie: klicken Sie ab Montag täglich ein mal auf www.gesundheitswelten.com auf den Link zu RADIO 7 gw. Ich hoffe und bemühe mich, dass Sie dadurch neue Einsichten gewinnen können.
Für Technofreaks auch interessant: RADIO 7 gw ist auch in den Postcasts von iTunes kostenlos zu abonnieren.
Noch einen schönen (chaosfreien) Feiertag, ein schönes langes Wochenende und auf ein WiederHÖREN am Montag.

Herzilichst Ihr
didi – der Smile Doctor

Samstag, 13. Oktober 2007

In Luft aufgelöst

Kürzlich hat mich meine Lieblingsfrau so dermaßen angeschaut - ich habe sofort gewusst: jetzt bin ich für sie Luft! Ich hab’ ihr noch schnell einen herzlichen Luftikuss gegeben – weg war ich. Vom Luftzug ihrer U-Bahn hinweggerissen.
In einer langwierigen Beziehung lernt man bekanntlich gründlich die Meinung der Partnerin voll und ganz zu respektieren.
Und so bin ich jetzt Luft!
Ein stressiger Zustand, sage ich Ihnen. Als Festkörper denkt man ja immer: Luft, also da braucht man nur so zu schweben… Denkste! Also es gibt immer etwas zu tun. Jüngst schwebe ich z. B. bei so einem total übergewichtigen Mann im Jogginganzug vorbei – schwuppst ringt er nach Luft und ich schon in ihm drin.
Eklig, eklig, sag’ ich nur. Im Einsaugen hab ich noch eine volle Portion Mundgeruch mitgenommen und schon war ich in einem Lungenflügel. Ein Ambiente wie auf der Südautobahn bei 60 Grad Farbahntemperatur. Asphalt pur. Jedes der vereinzelten Lungenhärchen ein kleiner Teerbaum. Kurz gesagt: es herrschte die Wohnlichkeit eines Lagerplatzes von Teerag-Asdag.
Zum Glück hat mich eine typischer Raucherhustenanfall sofort wieder ins Freie befördert. Leider an der hinteren Front. Und da höre ich noch, wie dieser Marlboro-Athleth fröhlich meint: „Ein Schass* geht um die Welt…!“ Na, ich sofort die totale Panik. Eine Weltreise so auf Luft. Ohne Planung? Ohne nix? Ich hab mich selbstverständlich sofort bei einer Tankstelle in einen Autoreifen geflüchtet. Finster, aber… fad! Wie soll ich denn auch wissen, dass ich mit dem linken vorderen Conti auf die Tangente** auffahre. Da stehe ich jetzt noch im Stau, auf ein paar Atü zusammengepresst und mich selbst verfluchend, weil ich nie mein Schweizermesser dabei habe. Damit wäre ein Entfliehen möglich…

Über das Leben nach dem Stau und mehr dann nächste Woche. Oder fein gedruckt auf Papier im Magazin der 7 gesundheitswelten, Das Grüne Haus, Ausgabe November, erhältlich im Zeitungshandel oder unter http://www.gesundheitswelten.com/gruenehaus.asp
Luftige Töne dazu gibt’s auch unter http://web.mac.com/didismiledoctor/Radio_7_gw/Podcast/Podcast.html

Herzlichst Ihr heiteres Lüfterl
didi - Der Smile Doktor

* Pfurz
** Wiener Stadtautobahn mit starkem Stau-Potenzial

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Unchristliche Volkspartei

„Arigona, dir wird nichts passieren,“ verspricht der katholische Pfarrer von Ungenach der, von Abschiebung bedrohten, Schülerin aus Frankenmarkt. Dabei müsste es der Herr Dechant eigentlich besser wissen. Denn sein menschliches Christentum findet in der angeblich christlichen Volkspartei keine Fortsetzung.
Mit welcher Kälte in diesem politischen Verein in den letzten Tagen auf jede Menschlichkeit vergessen wurde, sollte den Wählern und Wählerinnen sehr wohl im Gedächtnis bleiben. Wie diese angeblich christlichen Vorbilder gegen jede Humanität agierten und menschenfreundliche Gesetzesauslegungen negierten – unbegreiflich.
Damit aber die Tragödie nur ja nicht in einer Wolke von Nachsicht und Freude entschwebt, formieren sich bereits die sattsam bekannten Jugendpsychiater, Medienberater und Gut-Menschen. In ihrer Wichtigtuerei und Öffentlichkeitsgeilheit, empfehlen sie dem verschreckten Asylantenmädel Arigona, sich von ihnen betreuen zu lassen.
Ein Bosheitsakt oder Dummheit? Arigona Zogaj, 15, braucht sicher keine psychologische Betreuung von einem Prof. Friedrich, sondern nur die Zusage, dass sie weiterhin hier in die Schule gehen kann. Dass sie bei Eignung eine Friseurlehre absolvieren darf. Dass auch ihre Familie wieder hier leben, arbeiten und Geld verdienen kann, bzw. wie bisher Abgaben an ihre neue Heimat Österreich zahlen muss.
Dann ist die mutige Zuwanderin sicherlich nicht mehr von Selbstmordgedanken bedroht. Und diese unheimlich konservative, christliche Volkspartei hätte dem Steuerzahler Geld für diese weitere, unnötige Betreuung erspart und für sich selbst ein kleines Zipfelchen des Anspruchs, christlich zu sein, zurückerobert.

Sonntag, 23. September 2007

Sacki sucht Gacki

Haben Sie schon einen intensiven Blick auf den intellektuellen Blog meiner herzensliebsten Oberchefredakteurin Evelyne Huber geworfen? http://evelyneshappytalk.blogspot.com/
Im neuesten literarischen Kapitel beschäftigt sie sich eingehend mit dem Gemüter erhitzenden Thema der Zusammenführung von kostenlosen Plastiksackerln und den kotigen Hinterlassenschaften der Hunde auf Gehsteigen, Strassen und Parkanlagen, was diesen Vierbeinern wohl einmal die Bezeichnung Koter und später dann Köter eingebracht hat.
Für Hundebesitzer ist dieses Problem überaus vielschichtig, während es für Nicht-Hundebesitzer nur eine Denkebene gibt: Ärgern! Um Diesen nicht auszulösen, ertappe ich mich bereits dabei, nicht mehr ohne eines dieser kleinen, in zahlreichen Gratis-Spendern angeboteten, Plastiksäckchen aus dem Haus zu gehen. Ob ins Kino, ins Theater oder das vornehme 3-Hauben-Lokal – in einer Hosen- oder Sakkotasche begleitet mich ein PVC-Kotbewahrer. Dabei sind dies durchaus Plätze, an denen Hunde weder von sich aus noch vom Gastgeber erwünscht sind.
Um dieses ungerechtfertigte Ausgehen mit Notdurftaccesoir wenigstens vor mir zu rechtfertigen, beginne ich nun einfach ein Gacki für mein Sacki zu suchen. Was in Wien sehr erleichtert wird, weil hier Hund gleich ihren Besitzern auf jegliche Verordnung gacken. Gut für mich, blutdrucksteigernd für ausschließliche Stubenfliegenhalter.
Mit hohen Strafen und Kot-Sheriffs will Wien künftig das Problem mildern. Schön. Nur wird es dann mit hoher Wahrscheinlichkeit Gacki-Sacki geben, die in einer meiner Hosentaschen verrotten. Falls ich nicht vorher meine Esslokale wechsle. Die Kunststoffgebinde sind doch auch durchaus veritable Speibsackerln!

PS: Wie meine scharfäugige Redaktionsmittäterin auf die Idee kommt, unseren Redaktionshund Aischa „Wuschel“ zu nennen ist mir ein echtes Mystärium. Schließlich geht unser weiblicher Freßnapfgourmet stets im kleinen Schwarzen mit winzigen weißen Einsprengungen aus. Die glatteste Businessrobe die man sich nur vorstellen kann. Wuscheln sind für unsere Dame mit Hundemarke völlig undenkbar. Da macht mir schon mehr Sorgen, dass unsere selbstbewußte Pelzträgerin einmal von 4-Pfoten-Aktivisten mit Farbe besprüht werden könnte. Aber da ist ja unsere kämpferische Happy-Talkerin davor!