Sonntag, 13. Mai 2012

Horvath hat Geburtstag

Raphaela Horvath hat Geburtstag.
Raphaela.... wer?
Mein Gott, bin ich aufgeregt.
Kenne ich Frau Horvath?
Facebook sagt ja. Kann Facebook irren?
Egal. Nächste Woche schon!
Wie bitte kann jemand Geburtstag haben, den ich glaube wissentlich nicht zu kennen?
Dabei sagt mir Facebook, ich soll ihr sogar beim Feiern helfen.
Wie bitte?
Soll ich 200 Personen einladen, die ich nicth kenne, aber die alle Facebook kennen und Raphaela Horvath auch nicht kennen, aber dann eben kennen, wenn sie zur Party kommen.
Welche Party überhaupt.
Macht Frau Horvath überhaupt eine Party?
Facebook scheint der Meinung zu sein.
Und wenn schon - dann bitte wo? Und warum sagt sie es mir nicht selbst?
Gut, das entschuldige ich. Kann sein, dass mich Frau Horvath auch nicht kennt.
Und warum sollte sie mich dann einladen, wo sie doch vielleicht gar nicht feiert...?
Ok. Warten wir doch beide einfach ab, was Facebokk dazu noch einfällt!
:-)

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Beissen ohne Schmerz

Seit ich die zauberhafte Sensodyne benutze, habe ich keine Zahnschmerzen mehr. Echt. Die Werbung hat mich total und ganz überzeugt.

(Grübl, grübl - wann ich hatte ich das letzte Mal Zahnschmerzen? Vor 20 Jahren? Nein, vor 26 Jahren...)

Somit kann ich ganz berechtigt sagen: Auch wenn ich diese wundervolle Zahnpflegepaste Sensodyne benutze, habe ich trotzdem keine Zahnschmerzen.
Klingt schmerzfrei bissig - ist es auch!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Endlich Platz für dicke Kinder

Seit Monaten quälen mich die Berichte, wonach unsere lieben Kinder nicht nur immer älter, immer weniger gescheit, sondern auch immer mehr werden. Also eigentlich werden es ja nicht mehr Kinder – ihr Umfang wird nur immer mehr. Wir Erwachsenen kenne das ja auch und nennen es einfach „Übergewicht“.
Daher quält mich ganz ehrlich auch nicht der Umstand so sehr, dass der Nachwuchs immer dicker wird, sondern die Frage: Warum?
Eh’ klar, meinen die vielzähligen selbsternannten Ernährungsfachleute, das Fast Food mit McDonalds und Co. trägt eindeutig die Schuld.
Nun gut, mag sein, aber da es schon einmal sehr viele und noch Dickere bei uns und in fernöstlichen Ländern gegeben hat und McDonalds noch keine 300 Jahre alt ist, ziehe ich doch auch andere Möglichkeiten in Betracht.
Wie wär’s denn mit der einfachen Überlegung: es gibt immer weniger Kinder bei uns, die verbleibenden haben folglich mehr Platz für sich und können sich mehr ausbreiten?
Scheint Ihnen nicht plausibel? Wie erklären Sie sich denn dann das erwiesene West-Ost-Gefälle? Laut wissenschaftlichen Erhebungen sind die VorarlbergerInnen wesentlich schlanker als etwa die BurgenländerInnen oder die EingeborenInnen rund um St.Pröllten. Sehen Sie – hier ist die Erklärung völlig klar: in engen Gebirgstälern können sich nur ranke und schlanke Menschen schnell und friktionsfrei fortbewegen.
Im östlichen Flachland hingegen können die DickInnen problemlos durch die Gegend walzen. Und da soll die Gleichung nicht auf unsere Kids und Kidsinnen zutreffen?
Noch dazu, wo jetzt die Höchstzahlen in den Schulklassen gesenkt wurden, sodass die lieben Kleinen absolut genug Platz haben und nicht mehr aufs Gewicht achten müssen.
Daher habe ich auch gleich an ein Paradies für Kinder mit ausgeprägter Esslust gedacht, als ich von der my way-Volksschule in Hagenbrunn bei Wien (www.myway.at) las. Ihr cleverer Erfinder, der Familienforscher und Kinderexperte Erich Bruckberger, hat im Rahmen seines internationalen my way-Projekts für Mutter, Vater, Kind einen einmaligen Schulversuch gestartet. Eine Handvoll Jungschüler, betreut von  drei Lehrpersonen, lernt mit Freude zu lernen und gescheiter/geschickter zu werden.
Ein prächtiger Privat-Schulversuch. Denn eine prächtige Gelegenheit für so wenig Kinder auf viel Klassenzimmer-Platz sich auch prächtig gewichtig zu entwickeln. my way = Mc Donalds und zurück…
Nur leider hat dieser Erich Bruckberger das Wohl der Kinder so wohlig im Auge, dass er auf gesunde Ernährung schon in der 1. Klasse achtet und die schlanken Kleinen ihr Gewicht dank viel Bewegung halten.
Somit greift meine Begründung für die herzigen Dickerln in Hagenbrunn vielleicht nicht – aber sonst ist sie die Ausrede schlechthin…

Donnerstag, 25. November 2010

Vorweihnachtliches Zeltlager am Stephansplatz

Unglaublich! Mitten im Adventtrubel wird der Stephansplatz in Wien desaströs verunstaltet.
Wer die skurille Idee zu diesem Zeltlager hatte, gehört ja wohl schon abgestraft – aber wer den Skandal bewilligt hat, dem sollte wohl der Stuhl vor die Amtsstube gestellt werden.
Aber was sollen Worte, wenn Bilder so schön schrecklich wirken!





Ein Traum vom Schlosswunsch

In diesen Tagen ist es günstig, wenn man zwei Dinge vorrätig hat, falls es an der Wohnungstüre läutet: eine barsche Stimme und einen bitterbösen Blick.
Ringring – wer ist da? Der Schlosser. Irgendein Schlosser. Irgendein auch nicht, sondern der, der in diesen Tagen ganz zufälliger Weise im Haus zu tun hat.
Ohne auf Barsch und Bitterböse zu reagieren, äußert er munter seinen Schlosswunsch: Ein neues Schloss müsste sein, weil – dabei auf das Normtürschloss weisend – hier das Knacken ein Kinderspiel wäre…
Der gute Handwerksmann, offenbar auch als Erfüllung der geistigen Behindertenquote eingestellt, übersieht dabei völlig zwei bereits vorhandene Sicherheitsschlösser sowie eine Eisengitter mit ebensolcher Sicherheitseinrichtung.
Auch die Botschaft, dass ganz sicher kein weiteres Schloss der Wunsch ist, hält ihn vom Verkaufstraum nicht ab – wenigstens die Visitenkarte…
Grummel – wenn weder Barsch noch Bitterböse nutzen, dann gibt’s nur noch die Türe mit allen Schlössern geschlossen halten…

Nespresso-Kabseln noch wertvoller

Vielleicht ist tatsächlich nicht der Inhalt der beliebten Winzdosenbohnen wertvoller geworden - aber der Zeitaufwand, um sie zu ergattern, ist jedenfalls überaus luxuriös.
Genervt haben die lieblichen, freundlichen Damen im Kapselshop ja schon immer, wenn sie unbedingt ein Passwort im Computer abfragen wollten. Claro, Nespresso-Trinker sind auch Web-Affin.
Dann kam eine Clubkarte, die den Einkauf erleichtern sollte.
Doch just jetzt zur Weihnachtszeit dürfte Nestlé seine Behindertenquote aufgefüllt und als Folgeidee ein Service-Ticket eingeführt haben!
Für dieses Ticket muss man sich jetzt in der stärksten Einkaufszeit im Eingangsbereich anstellen, um dann endlich zu den noch immer lieblichen Verkausgehilfinnen vorgelassen zu werden. Denn aus unerfindlichen Gründen zählt nunmehr kein Passwort und keine Clubkarte mehr – es bedarf des Einmal-Tickets.
Danke. Da hab ich diesmal eben meinen Einkauf abgebrochen.

Mittwoch, 29. September 2010

Nie mehr Rasen am Ring?

Das Thema autofreier Tag und Sperre des Burgrings in Wien, hatten wir schon.
Jetzt gibt’s allerdings eine neue Facette der Veranstaltung. Denn eigentlich lautete das Motto der Kfz-Aussperrung ja „Rasen am Ring“, was man freilich ohne Auto auch mit Rad und Skatboard gut kann. Was Radboten täglich beweisen.
Rasen soll, nach letzten Meldungen aus dem zuständigen Ministerium, allerdings künftig sehr empfindlich bestraft werden. Was die Hoffnung nährt, dass es nächstes Jahr keine Ringstrassensperre mehr gibt, weil sich die Rasengebühren niemand mehr leisten kann.
Einen traurigen Nebeneffekt der Rasendebatte möchte ich hier nicht unerwähnt lassen: Meine Nachbarin sorgt sich unter Tränen: „Wie wird denn mein Garten ohne Gras aussehen…?“
Tja, Rasen hat eben auch sehr treue Anhänger und -innen und wird nie zur Gänze vermeidbar sein.

Dienstag, 28. September 2010

Bescheidenheit outen ist schwer

Im Sinne meines bescheidenen Wesens ist es, mich als Gegenteil von Wohlhabend darzustellen. Allerdings wird es immer schwere, Schlechthabenheit zur Schau zu stellen... Denn wie soll ich mich artgerecht in Sack und Asche kleiden! Wenn dank Rauchverboten und Zentralheizungen Asche nur mehr sehr schwer erhältlich ist!

Sonntag, 26. September 2010

Mehr Kfz-Abgase für den Umweltschutz

Die gedankliche Verbindung vom Automobil zum Perpetuum Mobil scheint ja irgendwie auf der Strasse zu liegen. Und so ist auch die Schaffung eines unendlichen Kreislaufs finanzieller Mittel rund um die Automobilität ganz logisch und Nobelpreisreif. Strittig mag sein, ob es unverfälschtes grünes Gedankengut ist, wenn ich das Auto fördere um mit den daraus resultierenden Einnahmen die Ausgaben gegen den Strassenverkehr zu dotieren – genial ist das Verfahren dennoch.
Um den großartigen Gedankengang ersichtlich zu machen, greife ich jetzt einmal in das Schatzkästchen des Paradoxen und ziehe einige Beispiele heraus.
Tag für Tag werden wir daran erinnert, dass wir eine Wirtschaftskrise hatten, sie noch immer haben und diese erst dann zu Ende sein wird, wenn eine neue Krise beginnt. Just dieser Krise und einem ebenso ungeplanten Krisenmanagement verdanken wir es, dass eine teilweise marode Autoindustrie mit Steuergeld so ausgestattet wird, dass sie eine auch marode Umweltschutzgesinnung noch maroder macht. Dank der fürsorglichen Erhaltung dieser Strukturen, sorgen wir also dafür, dass weiterhin zu viele Autos für den übersättigten Markt produziert werden.
Die Lobby der Umweltschützer hat allerdings auch andere kleine, aber feine Quellen, für ihr geförderten Schutzgelder. So bereiten uns die Kärntner etwa jedes Jahr viel Abgasfreude und zusätzliche Steuereinnahmen durch ein überaus „heißes“ Golf GTI-Treffen und eine nicht weniger schadstoffreiche Zusammenrottung von Harly-Bikern. Während das Restösterreich stolz auf die geplagte Bevölkerung der jeweiligen Orte blickt, sprudeln die Treibstoffsteuereinnahmen zugunsten einer effektiveren Bekämpfung der Schadstoffbelastung aus dem Verkehr immer kräftiger.
Auch die Wiener Umweltkämpfen haben selbstverständlich den Kreislauf Förderung der Schadstoffe zur Förderung der Gegenmaßnahmen zur weiteren Förderung des Kfz-Emissionsausstoßes längst erkannt. Die Wiener Tangente ist dabei nur ein Stück Normalität, während etwa ein autofreier Tag eine sehr feinsinnige Idee darstellt. Durch eine arbeitstaglange, teilweise Sperre der Wiener Ringstraße, gelingt es auf den Ausweichrouten dermaßen viel Giftgaswolken zu produzieren, dass eigentlich eine totale Sperre der Innenstadt wegen Grenzwertüberschreitung nötig wäre.
Warum die betroffenen Autofahrer wegen Zeit- und Benzingeldraub nicht zornig das Rathaus stürmen? Weil sie schon über längere Zeit an den Umverteilungskreislauf gewöhnt wurden. Schließlich werden in der Innenstadt die (Kurz-)Parkplätze immer weniger, die Gebühren höher und die im Kreis fahrenden Parkplatzsucher immer mehr. Eben typisch Perpetuum Mobile…

Mittwoch, 22. September 2010

Abgasevent ohne Autos in Wien

Viel idiotischer kann man ja wohl einen autofreien Tag nicht zelebrieren! In Wien wird heute für einige Stunden ein Teil der Ringstrasse gesperrt. Gut.
Die Umleitung erfolgt über die, auch so schon meist überlastete, sogenannte 2er-Linie…
Da keine Autos, dort eine sehr effiziente und hochgradige Steigerung der Autoabgase, dank immenser Staumöglichkeit – das wahlwirksame Motto „Autofrei“ geht wohl auch mit dem Begriff „Hirnlos“ Hand in Hand.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Regenschein

Die Wetterlage der letzten Monate und die Wetter-Vorschau auf die kommenden Wochen macht viele Menschen überaus niedergeschlagen. Damit die Niederschläge sich nicht weiterhin übel aufs Gemüt schlagen, sollten wir vielleicht mehr Positives in unser Denken und besonders die Wortwahl aufnehmen.
Z. B. beherrscht uns derzeit das Wort „Regen“ viel zusehr. Erinnern wir uns doch des alten, leider nicht mehr gebräuchlichen Begriffs „Sonnenschein“. In Kombination ergibt sich daraus das Wort „Regenschein“ - und schon ist eine freundliche, hoffnungsvolle Bezeichnung für die tägliche Wetterprognose geboren.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Das Ende der Raucher naht...

Nach der erfolgreichen Einführung von mobile Raucher-Balkonen für Kleinwohnungen, würde ich nun Produzenten von Nichtraucher-Aschenbechern (Haushalt und Gastronomie) sowie von transportablen Nichtraucher-Schanigärten (Modell abgespeckte Hüpfburg) suchen!
Ernstgemeinte Zuschriften und Angebote nicht an mich!

Mittwoch, 28. April 2010

Die Weltuntergangsprognostiker kriechen wieder aus ihren Schutzhöhlen

Der fleißige Vulkan in Island hat auch sie wieder an die Oberfläche gebracht: die Beschwörer und Nahseher des Weltuntergangs.
In dieser Hinsicht ist die Geschichte bisher beweisbar voller Irrtümer und selbst der sonst so geniale Nestroy hat sich einigermaßen vertan, als er schrieb, „die Welt steht auf kan Fall mehr lang“. Schließlich steht die Welt ja nicht, sondern bewegt sich unaufhörlich weiter.
Was natürlich zur Annahme bewegen könnte, wir rollen auf den Abgrund zu. Vor dem haben sich in letzter Zeit allerdings just jene bedroht gefühlt, die meist nicht rollen, sondern fliegen. Ob allerdings tatsächlich ein vulkanischer Ascheregen Fluglinien in Turbulenzen bringt, oder es nicht schon die Preisgebahrung war…? Es ist zwar sehr sozial, jeden Arbeitslosen um 29 Euro nach Spanien auszufliegen, aber das hat wohl weder mit kaufmännischer wie umweltschützender Überlegung zu tun. Aber die Natur weiß sich eben zu helfen: Asche in der Luft macht dem Kerosinmißbrauch ein Ende und wirkt der Klimaerwärmung entgegen. Und haben wir dann umgekehrt öfter Glatteis – die Natur versorgt uns mit Asche zum Streuen.
Viel eher an das nahenden Weltenende gemahnen mich die neuerdings gehäuft auftretenden „Boatpeople“. Das ist jene Gattung vom Menschen, die mir in den letzten Monaten im persönlichen Gespräch versichern, sie würden mich unbedingt für ein Projekt mit ins Boot holen, sie würden mich gerne mit an Bord sehen, usw.
Ich vermute, dass dies in schwierigen Zeiten so etwas wie ein „Arche Noah“-Syndrom sein muss. Bislang war ich sicher, in meinem Umfeld befinden sich bestenfalls Menschen, die einen Mercedes, Jaguar oder VW Phäton (ja den gibt’s echt) ihr Eigen nennen. Aber Boot? Na gut, es ehrt mich ja, wenn ich als so wichtig angesehen werde, dass ich unbedingt in einer Klein-Arche Platz nehmen soll. Aber danke, mein Gefühl sagt mir: ich werde die Herrschaften bald stranden sehen.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Wandertage für Zuwanderer

Die gute Neuigkeit, gleich nach unseren olympischen Medaillengewinnen: das Asylantenproblem hat unsere zielstrebige Frau Innenminister beinhart im Griff. Ihr Thema „Wie reagiere ich patschert und mache mir alle zum Feind“ ist kein Thema mehr.
Einmal, weil es immer weniger Asylwillige bei uns gibt. Offenbar sind es sogar die Schlepper leid, sich nur mehr mit Menschen abzugeben, die wenig Bildung besitzen und keiner der gängigen Sprachen mächtig sind.
Und weil unsere einfallsreiche Frau Innenminister – selbst tiefschwarz und daher allen Schwarzen gegenüber misstrauisch – erkannt hat, dass Asylanten das wollen, was wir wieder nicht wollen: Asyl. Und damit diese Assoziation erst gar nicht mehr aufkommt, nennen wir die ungebeteten Fremden einfach „Zuwanderer“.
Was sogar im ewig blauen Teil unserer Bevölkerung positive Reaktionen auslösen könnte.
Denn Wandern – bei den braun-gebrannten Strache-Freunden auch Marschieren genannt – ist durchaus im Trend und gesund. Zumal begeisterte Zuwanderer ja meist die giftigen Dämpfe auf Autostraßen meiden, und über die grüne Grenze zuwandern.
Was unsere Grünen wiederum erfreut. Kommen sie doch so häufig in Zeitungsmeldungen vor. Auch der Bundesheer-Assistenzeinsatz an der Grenze wäre gerettet, wenn man sich entschließt, unsere Soldaten als Zuwanderführer an speziellen Zuwandertagen einzusetzen.
Die umstrittenen, garstigen Erstaufnahmelager heißen jetzt Labestationen und stoßen auch in Eberau nicht mehr auf Ablehnung.
Teile unserer Wirtschaft würden eine neue Blüte erleben. Die kartografischen Verlage – durch digitale Navigationssysteme an den Rand des Konkurses gedrängt - könnten Zuwanderkarten produzieren, die in unseren Auslandsvertretungen gegen geringe Gebühr für jeden Zuwanderungswilligen erhältlich wären. Motto: Diese Karte ersetzt dir den Schlepper!
Zuwanderer statt Asylanten – ein österreichischer Geniestreich.

Sonntag, 7. Februar 2010

Alles ist möglich. Toyota.

Haben Sie schon von den neuen, feststellenden Gaspedalen gehört? Alles ist möglich.

Sind Sie bereits Besitzer eines Bremspedals in Ihrem Pkw, das nicht bremst, weil es dem Vorwärtsstreben des Gaspedals nicht im Wege sein möchte? Alles ist möglich.

Freitag, 18. Dezember 2009

Ein frohohöliches Fest...

Fröhliche, gesegnete Weihnachten und ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr mit vielen Gründen zum Lachen,
das wünscht Ihnen
Didi - Der Smile Doctor


Dienstag, 15. Dezember 2009

Krise war (vielleicht) gestern - Luxury ist (sicher) jetzt

So kriselig kann eine Krise gar nicht sein, dass wir uns nicht weiterhin jeden Luxus gönnen können, müssen oder wollen. Und die nobelsten Krisenverächter tummeln sich selbstverständlich noch immer oder schon wieder unter ihresgleichen Luxusgeschöpfen.
Dazu, so erreicht mich die exklusive Kunde, veranstaltet LUXURY, please.® sogar eine eigene X-Mas Soirée im krisenverschonten Business Park Vienna. Auf dass dort aber nicht Hinz und Kunz oder sonst einer dieser schäbigen Schmarotzer anteilhaben wollen, deutet schon eine kleine, unverhohlene Klarstellung hin: Dresscode LUXURY, please.
Na klar – Markenkleidung oberst-höchster Preisklasse ist in diesen Kreisen Pflicht und sollte eigentlich gar keiner Erwähnung bedürfen. Obwohl… in diesen Zeiten von Banken- und Klimakrise wäre ja wohl eine Bekleidung in Sack und Asche für sehr viele Manager etc. überaus angebracht. Und ist, das sollte man den seitenblickenden Trendsettern zu bedenken geben, absolut oberster Luxus.
Denn dank anderer, neuer Verpackungsformen sind ja sowohl Erdäpfel- als auch Kohlensäcke in der jetzigen Zeit echte Mangelware. Ebenso natürlich auch Asche… Denn wenn sogar im Kamin jedes eleganteren Salons nur mehr ein elektrisches Feuerchen lodert, woher ist dann ein Verbrennungsrückstand von Holz oder Kohle zu nehmen?
Also wundern wir uns nicht, wenn wir demnächst unserem schon wieder zockenden Geldadel in Sack und Asche gekleidet begegnet. Das ist LUXURY, please.

Sollten Sie aber irgendwie noch immer zu der, bereits im Aussterben befindlichen, Kaste der Mindestrentner mit Heizkostenproblemen oder - Gott behüte, wie kann es das noch geben? –  alleinerziehender Mütter gehören, dann mag Sie diese Meldung nicht nur trösten sonder in weihnachtliche Stimmung versetzen:

Dieses Jahr wird Weihnachten dank des neuen Online-Auktionsportals Designer Auction richtig luxuriös. Auf dem innovativen Portal gibt es unter http://www.designerauction.at heiß begehrte Luxus-Artikel wie iPhones, Louis Vuitton-Bags, Gucci-Schuhe, IWC-Chronographen, BOSE-Soundanlagen, Chanel-Taschen, Hermes-Accessoires, Jimmy Choo-Schuhe, Tiffany-Schmuck, Hugo Boss-Mode und vieles andere mehr zum Schnäppchenpreis. Ab einem Euro ist man dabei, wenn es darum geht, die schönsten Weihnachtsgebote bei den innovativen Auktionen zu ersteigern.

Frohe Weihnachten - und vielleicht wird ja doch im nächsten Jahr das Märchen von der Krise wahr...

Samstag, 5. Dezember 2009

Die Zeit des Billig-Öko-Fliegers ist wieder da

Leider ist er ja wie jedes Jahr bereits Monate im voraus total ausgebucht: der einzige und wahre Billig-Öko-Flieger. Betrieben von den Xmas-Airlines, ist der Schlitten mit den sechs bis acht Rentieren stets für Termin-Warenzustellung von dem himmlischen Trio Christkind, Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht reserviert.
Da kann man sich bemühen was man will, der fast abgasfreie Billigflug steht nur vom 24. bis 25. Dezember für dieses exklusive Hauszustellerteam bereit.
Aber, und das kann sich als wundervolles Weihnachtspräsent entpuppen, auch kommerzielle Flugzeugeigner basteln an Mindestrentner-Flugtarifen. Natürlich noch ohne jede ökologische, dafür mit jeglicher ökonomischer Einsparung. Um Euro 9,99 etwa nach New York lockt doch alle Hartz 4, 5 oder 6-Empfänger oder Fürsorgepensionär über den großen Teich.
Besondere der Zuckerln dieser neuen AEFlys (All-Eclusive-Flüge) sind: jeder Passagier darf selbst tanken, darf beim Be- und Entladen der Gepäckstücke helfen, darf sein eigenes Essen und Trinken an Bord mitnehmen und darf, alternierend mit der anderen Hälfte der Passagiere, immer eine Stunde stehen, eine Stunde sitzen usw. Großzügig verzichten jetzt alle Billig-Airliner auf die Berechnung einer WC-Gebühr, da keine Toiletten mehr vorhanden sind. Klarerweise, denn durch den Ansturm an Passagieren muss ja Platz zum Sitzen und Stehen gemacht werden.
Winziger Wermutstropfen im Freudenpappbecher der Billigflugbegeisterten: für die vergleichsweise hohen Kosten der Anreise zum Flughafen, müssen viele monatelang Ansparen.

Freitag, 27. November 2009

Neue Erwachsenenbildung: Humor, Lachen, Sanftmut

Die Krise hat unsere Welt verändert. Und alles was unsere Welt verändert ist auch schon eine Krise. Beginnend mit dem kommenden Klimawandel, der sich zuvor noch in einige Krisen verzetteln muss, bis hin zur Finanzkatastrophe.
Wer vor einem Jahr kein Geld hatte, der war arm - wer jetzt kein Geld hat, ist ein Opfer der Krise. Somit hat uns die Krise geholfen, einen Universalschuldigen an allem Missgeschick des Lebens zu finden: die Krise.
Um die Hinterfotzigkeit dieser Krise richtig zu erfassen, muss man alle Winkel unseres Alltags beleuchten. Und so ist es kein Wunder, dass die Krise selbst vor zwischenmenschlichen Beziehungen bzw. der Atmosphäre am Arbeitsplatz nicht Halt macht. Flinke Krisengewinnler wie etwa Meinungsforscher und Privatgelehrte haben so bereits erhoben, dass die Krise Humor und Toleranz im Berufsalltag erbarmungslos vernichtet hat. Statt dessen herrschen jetzt bitterer Ernst und Aggression. Wer noch kürzlich seine Kollegenschaft mit frohem Witz erheiterte, deprimiert jetzt die Kantinengemeinschaft mit hängenden Mundwinkeln und Schultern. Wer ehedem noch wegen seines Sanftmutes und seiner Jähgüte beliebt war, dem weichen nun alle Mitarbeiter aus, um seiner krisenbedingten Bösartigkeit und seines Jähzorns zu entgehen.
Doch wo eine Krise, dort auch sogleich Krisenlöser. Und so unveröffentlicht kann eine Studie noch gar nicht sein, dass nicht auch schön uneigennützige Problembewältiger zur Beratung schreiten.
Ehemalige CliniClows etwa haben blitzschnell reagiert und gucken nun umwerfend komisch mit ihren roten Nasen unter Schreibtischen, Werkbänken oder hinter Aktenschränken in Großfirmen hervor. Ältere Arbeitnehmer erinnern sich dann sofort an ähnliche Frohgesinnte zu Zeiten, als es noch kein Alkoholverbot am Arbeitsplatz gab und fühlen sich in ihrer krisenunsicheren Arbeitswelt gleich wieder viel wohliger.
Mit neuer Leichtigkeit wird so dem bislang missmutigen Werktätigen klar, dass die eigentliche Krise mit dem Beginn der 0,0 Promille datiert.
Aber auch für jene Kollegen, welche durch diese Erkenntnis noch nicht zum richtigen Handeln angeleitet werden, bietet die Personalabteilung heutzutage eine Möglichkeit zur Weiterbildung: Lach-Yoga-Kurse.
Jetzt lachen’s bitte nicht, das ist ganz Ernsthaft. In solchen Seminaren treffen sich tiefunglückliche, lachabstinente Menschen und üben das laute, belästigende Lachen. Das ist dann so etwas wie die Weight Watchers - eben für die Lachmuskeln. Oder die „Anonymen Nur-im-Keller-Lacher“. Anfangs dachte ich, dass hier über und dank eingelernter Witze gelacht wird. Also der Vorlacher sagt z.B. nur „Witz 21“, alle kennen den Witz 21 und brüllen sofort lauthals vor Vergnügen. Inzwischen weiß ich allerdings, dass die Brülllacher in ihrer Ausbildung keine kollektiven Vorlagen benützen, sondern auf Befehl ganz nach individuellen Mentalbildern gemeinsam minutenlang loslachen. Der unterdrückte, lachlose Ehemann stellt sich etwa vor, wie seine dominante Gattin das gemeinsame Auto zu Schrott fährt und lacht sich darüber selbst kaputt. Typisch Lach-Yoga - mit der richtigen Einstellung ist alles zum Lachen.
Gegen die viel weiter fortgeschrittene Form der Humorlosigkeit möchte jetzt sogar die Gewerkschaft eine Art Eingreiftruppe aufbauen: gegen die Aggression und das Mobbing am Arbeitsplatz. Diese weiteren Kinder der Krise lassen tatsächlich Jedem das Lachen vergehen. Und stellt psychologischen Handlungsbedarf dar. Denn wer einen Kollegen anspuckt, einer Kollegin auf den Po greift oder einem Ex-CliniClown zornig auf die rote Nase haut, der ist schon sehr krisengeschüttelt.
Wie solche Geschüttelte wieder zur Sanftmut finden können - das überlegen eben jetzt Gewerkschafter und Experten. Erfolgreiche Überzeugungsarbeit könnte ich mir inzwischen nur so vorstellen: man mixt einige der Krisenlösungen. Es dürfen Kollegen zwar weiterhin angespuckt werden, aber nur in der Form von prustendem Lachen. Es darf Kolleginnen weiterhin auf den Po gegriffen werden, aber nur wenn sich zwischen Gesäß und Hand ein Lacksack befindet. Und man darf Mitarbeitern auch schallende Ohrfeigen verabreichen - allerdings muss dazu schallend Lach-Yoga praktiziert werden.
Somit verschone ich Sie mit weiteren Lachorgien und hoffe, Sie finden im gerade stattfindenden Fasching genug Lachmomente.